Rote Bioland-Äpfel in einer 100% papierbasierten Verpackung, dekoriert mit zwei strahlend gelben Blüten.
  • INT
Lidl StoryRessourcen schonen

Mit jeder Verpackung ein Stück mehr Fortschritt

Zwei Gramm weniger Kunststoff pro Joghurtbecher – eine unscheinbare Veränderung, aber mit großer Wirkung für das Klima. Das Beispiel zeigt: Gerade bei Produkten, die millionenfach verkauft werden, zählt jede noch so kleine Verbesserung. Nachgefragt bei Michael Janzer, Leitung Ökologie bei Lidl International, wie wir Verpackungen klimagerecht optimieren.

Warum investiert Lidl so viel Energie in die Optimierung von Verpackungen?

Weil Verpackungen weit mehr sind als nur Hüllen. Sie schützen das Produkt, transportieren Informationen, und sie sind der erste Eindruck, den unsere Kunden bekommen. Gleichzeitig haben sie Einfluss auf Klima und Ressourcen. Deshalb schauen wir uns jede Verpackung sehr genau an: Wo können wir Material sparen? Wo recycelte Materialien einsetzen? Und wie können wir Recycling noch einfacher machen? Verpackungen sind für uns ein wichtiger Hebel, um Nachhaltigkeit mit Alltagstauglichkeit zu verbinden.

Ein Team begutachtet und bespricht lächelnd verschiedene Prototypen für nachhaltige Kunststoffverpackungen im Büro.
In enger Teamarbeit tüfteln unsere Experten stetig an innovativen Lösungen für eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.
Hände skizzieren und vergleichen Flaschendesigns mit einem Tablet und 3D-Prototypen auf einem kreativen Arbeitstisch.
Von der ersten Skizze bis zum fertigen Design optimieren wir jede Verpackung für maximale Recyclingfähigkeit im Alltag.

Wie läuft so eine Verpackungsoptimierung ab?

Das ist echte Teamarbeit. Wir starten mit einer Analyse: Wo haben wir das größte Potenzial? Dann bringen wir die richtigen Leute zusammen: Produktverantwortliche aus dem Einkauf, unsere Nachhaltigkeitsexperten, das Designteam, die Logistik und natürlich die Lieferanten. Jeder bringt seine Perspektive ein. Gemeinsam tüfteln wir an Lösungen, die am Ende für alle funktionieren: für unsere Kunden, für die Umwelt und natürlich für das Produkt selbst.

"Wir haben unsere ambitionierten Ziele erreicht: Bis 2025 haben wir den Einsatz von Neukunststoff in unseren Eigenmarkenverpackungen um zehn Prozent reduziert und verwenden insgesamt 30 Prozent weniger Kunststoff. Zudem erhöhen wir kontinuierlich den Rezyklatanteil – unter anderem durch Mindestquoten für recyceltes Material in unseren PET-Flaschen."

Michael Janzer
Leitung Ökologie bei Lidl International

Wo liegen die größten Herausforderungen?

Verpackungen müssen vor allem eines: das Produkt schützen. Gleichzeitig sollen sie möglichst wenig Material verbrauchen, gut recycelbar sein und alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen – und das in über 30 Ländern. Oft müssen Lieferanten dafür Produktionsabläufe anpassen oder sogar Maschinen umrüsten. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber wir sind überzeugt: Wenn alle an einem Strang ziehen, lassen sich große Fortschritte erzielen. Wir haben unsere ambitionierten Ziele erreicht: Bis 2025 haben wir den Einsatz von Neukunststoff in unseren Eigenmarkenverpackungen um zehn Prozent reduziert und verwenden insgesamt 30 Prozent weniger Kunststoff. Zudem erhöhen wir kontinuierlich den Rezyklatanteil – unter anderem durch Mindestquoten für recyceltes Material in unseren PET-Flaschen.

Gibt es ein besonders bemerkenswertes Projekt?

Eines meiner Lieblingsbeispiele ist der 1-Kilogramm-Jogurteimer unserer Eigenmarke Milbona. Gemeinsam mit unserem Lieferanten Naabtaler Milchwerke haben wir 2023 die Verpackung optimiert – das spart rund 500 Tonnen Kunststoff pro Jahr. Aktuell arbeiten wir mit Naabtaler außerdem daran, bei unserem Naturjoghurt 3,8 % recyceltes Polystyrol einzusetzen. Die Tests sind bereits abgeschlossen.

Fragen? Wir sind für Sie da