Was früher im Müll landete, ist heute eine Ressource mit Potenzial. Bei Lidl sehen wir Betriebsabfälle als Wertstoffe und setzen gemeinsam mit den anderen Unternehmen der Schwarz Gruppe alles daran, sie zurück in den Kreislauf zu bringen. Dazu haben wir ein umfassendes Ressourcen- und Abfallmanagement etabliert und bekräftigen unsere Vorreiterrolle in der Kreislaufwirtschaft: unser Konzept Road to Zero Waste für weniger Müll und innovative Lösungen im Einzelhandel.
Über 12.000 Lidl Filialen weltweit, das bedeutet auch: Jede Menge Betriebsabfälle, etwa aus Verpackungen und Ladungsträgern wie Paletten und Boxen, von Pappe über Kartonage bis Stretch-Folie und Holz. Gemeinsam mit den anderen Unternehmen der Schwarz Gruppe, unseren Lieferanten, Entsorgern und Kunden arbeiten wir daran, diese Abfälle zu vermeiden und mehr Materialien wiederzuverwenden. Denn jeder eingesparte Behälter, jede wiederverwertete Verpackung spart Rohstoffe, Energie und CO₂. Mit unserem Konzept Road to Zero Waste haben wir uns deshalb selbst verpflichtet, gesetzliche und behördliche Vorgaben nicht nur einzuhalten, sondern zu übertreffen.
Unser gemeinsames Commitment der Unternehmen der Schwarz Gruppe: Bis Ende 2030 werden wir mindestens 95 Prozent unseres Abfalls wiederverwenden, recyceln, vergären oder kompostieren. Um das zu erreichen, setzen wir auf die Befähigung unserer Mitarbeiter sowie ein Beschilderungs- und Behälterkonzept für bessere Sortierung. Im Zentrum steht die Idee, Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten. In unseren Betriebsabläufen erfassen wir die Materialströme systematisch und sorgen für eine sortenreine Trennung. Denn je sauberer und sortenreiner getrennt wird, desto höher ist die Chance, dass die Materialien stofflich verwertet werden können. Wo es geht, wird deshalb wiederverwendet, recycelt, vergärt oder kompostiert. Nicht-recyclebare Materialien vermeiden wir so weit wie möglich – andernfalls werden sie thermisch verwertet, verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Ein eigenes Abfallmanagementsystem hilft uns, Prozesse laufend zu verbessern und neue Verwertungswege zu etablieren.
"Jede vermiedene Verpackung, jede sortenrein getrennte Kartonage bringt uns dem Ziel näher: so wenig Abfall wie möglich, so viel Verwertung wie nötig. Das ist unser Projekt Road to Zero Waste."
In unserem Konzept Road to Zero Waste sind wir bereits ein gutes Stück vorangekommen: Im Geschäftsjahr 2025 fielen insgesamt 2,66 Millionen Tonnen Wertstoffe und Abfälle in den Lidl Betrieben an, wovon 2,39 Millionen Tonnen wiederverwendet, recycelt, vergärt oder kompostiert werden konnten. Das entspricht fast 90 Prozent unseres Materialaufkommens. Lidl Tschechien, Lidl Niederlande und Lidl Irland haben den Anteil des nicht verwertbaren betrieblichen Abfallaufkommens bereits auf höchstens 5 % begrenzt. Bis 2030 wird dies in allen Lidl Ländern umgesetzt. Außerdem wurden die drei Länder sowie Lidl Nordirland mit der “Road to Zero Waste”-Gold-Zertifizierung vom TÜV SÜD ausgezeichnet.
Das Konzept Road to Zero Waste ist dabei Teil der ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources der Unternehmen der Schwarz Gruppe an: Alle Unternehmensbereiche arbeiten gemeinsam daran, den Einsatz von Ressourcen zu reduzieren, Wiederverwendung zu fördern, Kreislauf- und Recyclingfähigkeit zu erhöhen, Zugang zu Wertstoffen zu sichern und den Einsatz von recycelten Materialien zu stärken.
Bei unserem kreislauffähigen Abfallmanagement begleitet uns mit GreenCycle zudem ein professioneller und zuverlässiger Partner. Das Unternehmen gehört zu PreZero, der Kreislaufwirtschaftssparte der Unternehmen der Schwarz Gruppe. GreenCycle übernimmt das operative Abfall- und Recyclingmanagement für Lidl in Deutschland und unterstützt die Lidl Länder dabei, passende Recycler zu finden, getrennte Wertstoffströme aufzubauen und Erfahrungen miteinander zu teilen. Außerdem hilft GreenCycle bei der regelmäßigen Auswertung unserer Verwertungsquoten. Die Zusammenarbeit ist Teil des gemeinsamen Engagements der Unternehmen der Schwarz Gruppe für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.
Dass wir mit unserem Ansatz auch über unser Konzept hinaus Wirkung entfalten, zeigen verschiedene Initiativen in den Lidl Ländern zum Umgang mit Wertstoffen im Alltag: Lidl Griechenland beispielsweise engagiert sich gemeinsam mit der Athanassios C. Laskaridis Charitable Foundation gegen Plastikverschmutzung. So wurden, auch mit Unterstützung von Lidl Mitarbeitern, seit 2020 fast 6 Tonnen Müll von griechischen Küsten und unter Wasser entfernt. Seit 2024 ist das Programm zudem eng mit dem Cleanup-Kollektiv unserer unternehmensweiten Freiwilligenplattform YOU verknüpft.
In Portugal ist Lidl Vorreiter, wenn es um Abfallvermeidung und Kreislaufwirtschaft geht. Mit dem Programm TransforMAR sammelt Lidl gemeinsam mit dem portugiesischen Entsorgungsunternehmen Electrão, der portugiesischen Umweltagentur APA und mehreren Umwelt-NGOs Plastikmüll – und zeigt, was wertvolles Neues daraus entstehen kann. Seit 2018 wurden über 270 Tonnen Plastikmüll und Metallschrott von Stränden, Meeren und Flüssen gesammelt sowie Fischernetze auf hoher See entfernt. Parallel finden jedes Jahr Sommeraktionen an portugiesischen Stränden statt, bei denen Kinder und Jugendliche durch interaktive Lernangebote für die Bedeutung von Recycling sensibilisiert werden. TransforMAR ist fester Bestandteil der gemeinsamen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources der Unternehmen der Schwarz Gruppe.
Lidl Ungarn startete 2023 eine breit angelegte, preisgekrönte Informationskampagne zur Mülltrennung, die über soziale Medien, Workshops und Schulaktionen Tausende Menschen erreichte. 2024 wurde die Kampagne auf Studierende ausgeweitet und mit dem ungarischen CSR-Award für die beste CSR-Kommunikation ausgezeichnet. Ein weiterer Hebel: die Sammlung von Altspeiseölen und -fetten. 2024 konnten Kunden in 125 Lidl Filialen im ganzen Land ihr gebrauchtes Öl abgeben. Fast 292 Tonnen wurden so gesammelt und zu Biodiesel weiterverarbeitet.
Die Beispiele zeigen: Verantwortung beginnt lokal. In den Lidl Ländern vor Ort, in unseren Filialen und Lagern beweisen wir jeden Tag, dass die Transformation von der linearen „Wegwerfwirtschaft“ zur Kreislaufwirtschaft gelingen kann. Unser Konzept Road to Zero Waste ist unser Beitrag zu mehr Ressourcenschonung und weniger Umweltbelastung. Und damit zu einer nachhaltigeren Wirtschaft.