Natürliche Ressourcen werden knapper und stellen Unternehmen vor zunehmende Herausforderungen. Mit der gemeinsam erarbeiteten ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources der Unternehmen der Schwarz Gruppe setzen wir uns dafür ein, dringend benötigte Rohstoffe im Kreislauf zu halten, uns von globalen Versorgungsengpässen unabhängiger zu machen und so die europäische Ressourcensouveränität voranzutreiben.
Ob Softdrinks oder Aufschnitt, Spülmittel oder Hundenahrung: Was im Warenkorb landet, ist in aller Regel verpackt und hat damit auch Auswirkungen auf Umwelt und Klima. Entscheidend ist vor allem, woraus die Verpackungen bestehen und was nach ihrer Nutzung mit ihnen passiert.
Genau hier setzen die Unternehmen der Schwarz Gruppe, zu denen auch Lidl gehört, mit ihrer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources an. Ziel ist es, Ressourcen zu schonen und Verpackungen konsequent im Kreislauf zu halten: Materialien reduzieren, Wiederverwendung fördern, Recyclingfähigkeit verbessern, Zugang zu Wertstoffen sichern und den Einsatz von Rezyklaten stärken.
Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein Produkt, das jeder kennt: die Einwegflasche aus PET. Jede zurückgebrachte Flasche hilft dabei, wertvolles Material im Umlauf zu halten und den PET-Kreislauf möglichst zu schließen. Seit 2021 bestehen alle von den Unternehmen der Schwarz Produktion hergestellten PET-Einwegflaschenkörper der Lidl- und Kaufland-Eigenmarken in Deutschland zu 100 Prozent aus recyceltem Plastik. Das Rezyklat wird zu Granulat verarbeitet und anschließend wieder zu neuen Flaschenkörpern. So konnten die Unternehmen der Schwarz Gruppe im Geschäftsjahr 2024 gemeinsam rund 65.000 Tonnen Neuplastik und 109.000 Tonnen CO₂ einsparen. Wertvolle Ressourcen bleiben im Kreislauf – und die Umwelt wird entlastet.
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe decken dabei in Deutschland sämtliche Schritte des PET-Flaschenkreislaufs ab: Sammlung mit Pfandautomaten in den Filialen, Sortierung, Recycling und Herstellung neuer Flaschen sowie Abfüllung durch die Schwarz Produktion. Und dann schließlich wieder Verkauf bei Lidl oder Kaufland.
Neben Getränkeflaschen arbeitet Lidl auch in vielen anderen Bereichen daran, Verpackungen zu verbessern und Ressourcen zu sparen. Drei Beispiele aus dem Sortiment zeigen, wie konkrete Änderungen große Wirkung entfalten können: Beim Bioland Suppengrün wurde die Kunststoffschale durch eine Verpackung aus Papier ersetzt. Pro Packung spart das rund 12 Gramm Kunststoff. Hochgerechnet auf ein Jahr summiert sich das auf etwa 55 Tonnen weniger Kunststoff. Beim Sechserpack Freeway Limonade (0,33 Liter) wurde die bisherige Kunststoffverpackung durch eine Kartonage ersetzt. Damit kommt die Verpackung heute vollständig ohne Kunststoff aus. Und beim Formil Voll- und Colorwaschmittel besteht die Flasche inzwischen aus 100 Prozent recyceltem HDPE – einem robusten Kunststoff, der häufig für Waschmittel- und Reinigungsmittelflaschen verwendet wird. Dadurch werden pro Flasche 63 Gramm Virgin-Material* eingespart. Insgesamt entspricht das einer jährlichen Reduktion von rund 264 Tonnen Kunststoff.
Diese Beispiele zeigen: Schon kleine Veränderungen an Verpackungen können große Effekte haben – besonders bei Produkten, die täglich millionenfach verkauft werden. Jede eingesparte Verpackungseinheit hilft dabei, Ressourcen zu schonen und Materialien im Kreislauf zu halten.
REset Resources bedeutet für uns nicht nur, weniger Ressourcen zu verwenden, sondern auch Haltung zu zeigen. Gemeinsam mit den anderen Unternehmen der Schwarz Gruppe übernehmen wir eine Vorbildfunktion und setzen uns für eine grundsätzliche Bewusstseinsänderung ein. Dazu gehört, dass wir transparent machen, was in unseren Verpackungen steckt. Denn bewusster Konsum beginnt im Einkaufswagen. Schritt für Schritt reduzieren wir daher unnötige Umverpackungen und Verpackungen und kennzeichnen unsere Verpackungen eindeutig, damit unsere Kunden diese bestmöglich trennen können und die Verpackung wieder dem Kreislauf zugeführt werden kann.
"Wir gestalten Verpackungen so, dass sie weniger Material benötigen, mehrfache Lebenszyklen durchlaufen und recycelt werden können. Das ist kein Trend, sondern unser konkreter Weg in eine funktionierende Kreislaufwirtschaft."
Um für echte Veränderungen zu sorgen, haben die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre gemeinsam erarbeitete Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources breit aufgestellt. Fünf Handlungsfelder prägen den Umgang mit Ressourcen langfristig und fördern das Kreislaufbewusstsein entlang der gesamten Wertschöpfungskette:
Unsere Verantwortung für Produkte und ihre Materialien endet für uns nicht am Verkaufsregal. Mit unserem Konzept „Road to Zero Waste“ denken wir Abfallwirtschaft neu und betrachten Betriebsabfälle konsequent als wertvolle Ressourcen für die Zukunft. Unser Ziel ist es, den Wandel von der linearen „Wegwerfwirtschaft“ hin zu geschlossenen Kreisläufen international voranzutreiben.
Dass dies bereits heute gelebte Praxis ist, zeigen unsere Erfolge: Im Geschäftsjahr 2025 konnten wir bereits fast 90 % unseres gesamten Materialaufkommens (über 2,3 Millionen Tonnen) einer positiven Verwertung – wie Wiederverwendung, Recycling, Vergärung oder Kompostierung – zuführen. In unseren Filialen und Logistikzentren setzen wir auf standardisierte Trennkonzepte, um Wertstoffe wie Kartonagen, Folien oder Holz sortenrein zu sammeln und hochwertig aufzubereiten. Für dieses Engagement wurden mehrere unserer Landesgesellschaften bereits mit dem „Road to Zero Waste“-Gold-Standard nach der Norm DIN SPEC 91436 ausgezeichnet. Diesen Weg lassen wir seit 2024 schrittweise in allen Ländern nach der Norm DIN SPEC 91436 zertifizieren. Die ersten vier Landesgesellschaften wurden bereits erfolgreich ausgezeichnet – drei davon mit Gold und eine mit Silber.
Was uns von vielen Wettbewerbern unterscheidet: Wir betrachten Ressourcen ganzheitlich. Als Teil der Schwarz Gruppe sind wir gemeinsam in der Lage, den gesamten Wertstoffkreislauf selbst abzubilden. Das heißt: Wir produzieren, verkaufen, sammeln und recyceln. Dieses Zusammenspiel ermöglicht uns, praxisnahe Innovationen zu entwickeln und zügig in den Handel zu bringen. Und wir zeigen damit: Wer Verantwortung übernimmt, verändert nicht nur Verpackungen, sondern ein Stück weit auch die Welt.
* unverbrauchte Primärrohstoffe wie Erdöl oder Holz, die direkt aus der Natur gewonnen werden