Der Klimawandel verlangt nach konkretem Handeln. Als internationaler Lebensmitteleinzelhändler sehen wir es als unsere Pflicht, Emissionen messbar zu reduzieren und unseren Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung zu leisten. Unsere Antwort heißt: Net-Zero bis 2050.
Wenn Felder verdorren, Kühltransporte im Stau stehen, Lieferwege durch Unwetter unterbrochen werden oder die Preise für Rohstoffe steigen, dann zeigt sich: Die Klimakrise ist längst Realität. Wir alle spüren, dass extreme Wetterlagen wie Dürre, Starkregen, Hitzeperioden oder Sturm zunehmen. Gleichzeitig schmelzen die Gletscher, der Meeresspiegel steigt, die Artenvielfalt nimmt ab, Ökosysteme werden zerstört. Diese Entwicklungen bedrohen nicht nur Umwelt und Gesellschaft, sondern stellen auch unser Geschäftsmodell vor neue Herausforderungen.
Als Unternehmen, das auf funktionierende Lieferketten, hochwertige Rohstoffe und stabile Rahmenbedingungen angewiesen ist, handeln wir daher konsequent – und senken unsere Treibhausgasemissionen bis Mitte des Jahrhunderts so weit wie möglich auf netto null. Unser Grundsatz dabei lautet: gemeinsam mit unseren Partnern und Lieferanten Emissionen vermeiden, wo es möglich ist – und reduzieren, wo sie sich nicht vollständig verhindern lassen. Dafür setzen wir auf gezielte Maßnahmen, die wir auf Basis einer jährlich erhobenen CO₂-Bilanz für unsere eigenen Betriebe und die gesamte Wertschöpfungskette erheben.
"Klimaschutz ist eine globale Herausforderung, die wir nur durch geschlossenes Handeln bewältigen können. Als international agierendes Unternehmen übernimmt Lidl Verantwortung über Landesgrenzen hinweg – denn unser Einsatz für den Planeten darf nicht an nationalen Grenzen enden."
Unsere Klimastrategie folgt klaren wissenschaftsbasierten Zielen und führt uns auf Net-Zero-Kurs bis 2050 in allen Lidl Ländern – für alle Geschäftsbereiche, entlang der gesamten Lieferkette. Bereits 2020 sind die Unternehmen der Schwarz Gruppe der Science Based Target Initiative (SBTi) beigetreten, um dazu beizutragen, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Nach der Methodik der SBTi wurden gemeinsam Klimaschutzziele definiert und mit Maßnahmen hinterlegt, um den CO2-Ausstoß in Betrieb und Lieferkette zu reduzieren und zu vermeiden. Diese wissenschaftlich fundierten Ziele wurden 2021 von der SBTi validiert und freigegeben sowie 2025 revalidiert. Mehr zum Net-Zero-Ziel der Unternehmen der Schwarz Gruppe erfahren Sie hier.
Im Rahmen der Klimastrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe haben wir eine eigene Klimastrategie mit zusätzlichen Klimazielen formuliert. Diese entwickeln wir kontinuierlich weiter und passen sie an neue Erkenntnisse an. Die Grundlage unseres Klimamanagements bildet eine umfassende Klimabilanz. Sie hilft uns, Emissionen systematisch zu erfassen, Reduktionspotenziale zu erkennen, die Wirkung unserer Maßnahmen zu überprüfen und unsere Fortschritte auf dem Weg zu unseren Klimazielen transparent nachzuhalten.
Die SBTi ist ein globaler Zusammenschluss führender Umweltorganisationen, wissenschaftlicher Institutionen und Unternehmen. Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Reduktionspfade für Treibhausgasemissionen zu entwickeln, die mit den internationalen Klimazielen vereinbar sind. Die Initiative stellt Unternehmen weltweit klare Standards, Branchenleitlinien und einheitliche Bewertungsmaßstäbe zur Verfügung – und validiert offiziell die eingereichten Klimaziele. Damit schafft sie Transparenz, Vergleichbarkeit und Verbindlichkeit auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft.
Mit ihrem Net-Zero-Commitment bei der SBTi verpflichten sich die Unternehmen der Schwarz Gruppe dazu, alle verursachten Emissionen bis spätestens 2050 auf netto null zu reduzieren. Unsere direkten Emissionen, etwa aus firmeneigenen Fahrzeugen und der Beheizung unserer Gebäude (Scope 1), und unsere indirekten Emissionen durch eingekaufte Energie wie Strom oder Fernwärme (Scope 2) machen dabei nur einen sehr kleinen Teil unseres gesamten CO₂-Fußabdrucks aus. Seit dem Geschäftsjahr 2025 kompensieren wir keine Emissionen aus Scope 1 und 2 mehr, sondern setzen stattdessen konsequent auf die tatsächliche Reduktion von Emissionen in unseren eigenen Betriebsabläufen. Über 99 Prozent der Emissionen entstehen zudem entlang unserer Wertschöpfungskette (Scope 3), beispielsweise bei der Herstellung, Verpackung, Verarbeitung und Transport unserer Produkte. Genau hier liegt deshalb unser größter Hebel für wirksamen Klimaschutz.
Unsere Klimastrategie ist mehr als ein Ziel. Sie ist ein Handlungsrahmen, der unsere täglichen Entscheidungen leitet. Denn die Auswirkungen der Klimakrise sind kein Zukunftsszenario mehr, sie finden bereits statt. Mit unserem klaren Kurs auf Net-Zero wollen wir nicht nur unser Geschäftsmodell zukunftsfest machen, sondern auch Verantwortung übernehmen für kommende Generationen, für unsere Kunden, und für die Umwelt, auf die wir alle angewiesen sind.