Vom Fundament bis ins Dach: Bei Lidl setzen wir in allen Ländern gezielt auf Maßnahmen, um den CO₂-Ausstoß in unseren Gebäuden und Prozessen zu senken. Mit energieeffizientem Neubau und Modernisierung des Bestands, emissionsarmer Technik und erneuerbaren Energien schaffen wir die Infrastruktur für einen zukunftsfähigen Handel von morgen. Jeden Tag ein Stück mehr.
Wer heute in eine Lidl Filiale geht, erlebt mehr als nur den Verkauf von Lebensmitteln. Denn viele dieser Märkte sind längst Teil unserer Klimastrategie – mit Grünstrom, Wärmepumpe, natürlichem Kältemittel und Photovoltaik auf dem Dach. Weltweit arbeiten wir daran, solche Standards zum neuen Normal zu machen und so unsere betrieblichen Emissionen Schritt für Schritt zu senken.
Als Teil der Unternehmen der Schwarz Gruppe haben wir uns dem Net-Zero-Ziel bis 2050 in Scope 1 und 2 verpflichtet. Das heißt, bis Mitte des Jahrhunderts reduzieren wir unsere Treibhausgasemissionen so weit wie möglich auf netto null. Ein Hebel dabei: unsere direkten betrieblichen Emissionen (Scope 1) sowie Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2). Bis 2034 wollen wir diese um 70 Prozent im Vergleich zu 2019 senken. Um das zu erreichen, setzen wir auf klare Standards im Bau und Betrieb unserer Gebäude und auf eine starke Zusammenarbeit über alle Lidl Länder hinweg.
Unsere Ziele und dafür erforderlichen Maßnahmen bündeln wir in unserer Klimastrategie, die wir kontinuierlich weiterentwickeln und an neue Erkenntnisse anpassen. Gleichzeitig sind wir Teil der gemeinsamen Klimastrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe. Die Grundlage unseres Klimamanagements bildet eine umfassende Klimabilanz. Sie hilft uns, Emissionen systematisch zu erfassen, Reduktionspotenziale zu erkennen, die Wirkung unserer Maßnahmen zu überprüfen und unsere Fortschritte auf dem Weg zu unseren Klimazielen transparent nachzuhalten.
Ein zentrales Element sind unsere Immobilien. Bei Neubauten achten wir vom Fundament bis zur Technik auf Energieeffizienz und Klimaschutz. In immer mehr Märkten und Logistikzentren kommen heute schon kreislauffähige Materialien, z. B. aus Holz oder Dämmung, moderne Wärmepumpen und LED-Beleuchtung zum Einsatz. Bestehende Gebäude rüsten wir gezielt um. Bereits mehr als 4.600 unserer Objekte verfügen über eine anerkannte Nachhaltigkeitszertifizierung nach EDGE oder DGNB.
"Jede Filial-und Logistikimmobilie kann heute Teil der Lösung sein, denn hier entstehen unsere betrieblichen Emissionen. Deshalb denken wir Klimaschutz und Schutz von Ressourcen vom Fundament bis zum Dach und setzen vor allem auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien."
Wie nachhaltiger Bau in der Praxis aussieht, zeigt ein Beispiel aus Italien: Südlich des Gardasees, in Villafranca di Verona, eröffnete 2024 ein Leuchtturmprojekt für zukunftsfähiges Bauen. Die Filiale ist bilanziell energieautark dank einer großflächigen Photovoltaikanlage auf dem Dach und weiteren PV-Modulen auf den Carports. Sie nutzt Regenwasser zur Bewässerung, was den Wasserverbrauch reduziert. Und sie setzt auf natürliche Materialien. Allein durch den Einsatz von PEFC-zertifiziertem Holz konnten dort rund 1.600 Tonnen Beton eingespart und CO2-Emissionen reduziert werden. Diese Pilotprojekte helfen uns, Standards weiterzuentwickeln und länderübergreifend zu etablieren.
Ein weiteres Beispiel ist die 2021 eröffnete Filiale in Almere Oosterwold, in den Niederlanden. Das Gebäude wurde zirkulär konzipiert und besteht aus einer vollständig demontierbaren Holzkonstruktion sowie recycelten Materialien. Durch die Kombination aus 1.566 Solarpaneelen und einem innovativen Energiespeichersystem erzeugt der Standort bilanziell mehr Energie, als er für den täglichen Betrieb verbraucht.
Vor allem beim Energieverbrauch setzen wir mit vielen kleinen Maßnahmen auf große Wirkung: Wärmerückgewinnungssysteme, zeitschaltgesteuerte und tageslichtabhängige Beleuchtung, intelligente Gebäudesteuerung und optimierte Kühltechnik sorgen dafür, dass der Energieverbrauch kontinuierlich sinkt. Wo heute noch ineffiziente Altanlagen laufen, werden sie durch moderne Technologien ersetzt. Parallel dazu bauen wir die Ausstattung mit Wärmepumpen massiv aus: Aktuell nutzen über 7.100 Filialen und fast 80 Logistikzentren dieses System. Seit 2022 beziehen wir zudem an allen Standorten ausschließlich Grünstrom*. Darüber hinaus erzeugen wir selbst Strom durch Photovoltaik – in mittlerweile mehr als 3.700 Objekten.
*Ausgenommen Bezugsverträge, die durch Lidl nicht beeinflussbar sind, wie z. B. bei vereinzelten Mietobjekten mit Strombezugsbindung. Weitere Informationen unter www.gruenstrom.schwarzEin bislang oft unterschätzter Faktor: die Wahl des Kältemittels. Wir setzen konsequent auf natürliche Alternativen wie CO₂, Propan und Ammoniak. Damit reduzieren wir potenziell schädliche Leckage-Emissionen auf ein Minimum. Über 69 Prozent aller von uns eingesetzten Kältemittel sind heute bereits natürlicher Herkunft. Unser Ziel ist es, diesen Anteil weiter zu erhöhen, durch Umbauten im Bestand und klare Vorgaben für Neubauten.
Unsere Filialen leisten nicht nur als Gebäude einen Beitrag, sondern auch als Standort für emissionsärmere Elektromobilität. Derzeit sind mehr als 14.000 E-Ladepunkte in Betrieb, bis Ende des Geschäftsjahres 2030 sollen es 20.000 sein – das entspräche 90 % der Lidl Filialen. Auch an unseren Logistikzentren treiben wir die Elektrifizierung voran: Hier stehen derzeit 90 Ladepunkte für E-Lkw bereit.
Klimaschutz braucht zudem System: Das bildet unser Energiemanagementsystem nach ISO 50001. Es hilft, frühzeitig Ineffizienzen und Optimierungspotentiale zu identifizieren – und so noch besser zu werden. Alle operativen Standorte in Europa sind entsprechend zertifiziert, lokale Energieteams identifizieren Einsparpotenziale, erfassen Verbrauchsdaten und treiben Maßnahmen kontinuierlich voran.
Denn klar ist: Jedes energieeffiziente Gebäude, jede Wärmepumpe, jede Photovoltaikanlage bringt uns näher an unser Ziel: den Netto-Null-Ausstoß bis 2050.