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Lidl Story

Verantwortung in der Aquakultur: Unsere Vorgaben für Garnelen-Lieferketten

Garnelen gehören zu den beliebtesten Meeresfrüchten. Doch wie diese Tiere als Nahrungsmittel gezüchtet werden und welche Herausforderungen dabei entstehen, ist vielen nicht bewusst. Wir bei Lidl geben Einblick und definieren gemeinsam mit unseren Standardgebern messbare Handlungen, um das Tierwohl in der Produktion von Zuchtgarnelen zu verbessern.

Unsere Zielsetzungen bei Fisch und Meeresfrüchten

Im Bereich Fisch und Meeresfrüchte haben wir uns in allen Lidl Ländern ein klares Ziel gesetzt: 100 % in unserem Festlistungssortiment sowie mindestens 50 % unserer Aktionsware müssen nach anerkannten Standards (MSC, ASC, GLOBALG.A.P., BAP 4-star oder Bio) zertifiziert sein. Schon heute haben wir über alle Länder hinweg eine Zielerreichung von ca. 90 % in der Festlistung erreicht und bei Aktionsware mehr als 60 %. Dies inkludiert auch unsere Garnelen. Damit sichern wir vertraglich ab, dass verbindliche Umweltauflagen eingehalten und soziale Mindeststandards für die Arbeiter vor Ort geprüft werden.

Gemeinsam mit unseren Partnern und Standardgebern gehen wir kontinuierlich die nächsten Schritte, um das Tierwohl in der Garnelenzucht gezielt und wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln.

Zuchtgarnelen aus zertifizierter Aquakultur
Zuchtgarnelen aus zertifizierter Aquakultur

Zwei spezifische Praktiken der Garnelenzucht stehen dabei im Fokus unserer Maßnahmen:

Seit Januar 2026 wird in 100 Prozent unserer Zuchtgarnelen-Lieferketten des  international verhandelten Standardsortiments der Eigenmarke keine Augenstielablation angewandt. Diese oder vergleichbare Praktiken zur Steuerung der Fortpflanzung oder Steigerung der Eiproduktion, entsprechen nicht unserem Verständnis von Tierwohl. Die von uns akzeptierten Aquakultur-Zertifizierungen (EU-Bio, ASC, GlobalG.A.P. und BAP 4-Star) sehen bei dieser Praxis in der Zucht entweder bereits ein Verbot oder die schrittweise Abschaffung bis spätestens 2031 vor. So verpflichten wir uns zu einem konsequenten Ausstieg.
 

  • GLOBALG.A.P. (GGN): Seit April 2026 stammen GLOBALG.A.P.-zertifizierte Larven ausschließlich aus ablationsfreier Garnelenzucht.
  • Aquaculture Stewardship Council (ASC): Verpflichtung zur schnellstmöglichen Einstellung im Rahmen des neuen Farmstandards (bis 2029 bei der Weißfußgarnele und bis 2031 bei der Schwarzen Tigergarnele). Bis dahin greifen strenge Dokumentations- und Begründungspflichten.
  • Best Aquaculture Practices (BAP): Verzicht bis spätestens Ende 2030.
  • EU-Bio-Standard: Hier gilt bereits ein striktes, bestehendes Ablationsverbot, das unsere Bio-Produkte lückenlos erfüllen.

Fragen? Wir sind für Sie da